Naturschutzgebiete

Naturschutzgebiet "Saalberghau"

Das Referat Naturschutz, Landschaftspflege, Bildung für nachhaltige Entwicklung ist als obere Naturschutzbehörde zuständig für die Ausweisung von Naturschutzgebieten.

Naturschutzgebiete (NSG) sind Gebiete, die nach Paragraf 23 Bundesnaturschutzgesetz  (BNatSchG) dem besonderen Schutz von Natur und Landschaft dienen sollen. Dort existierende Biotope oder Lebensgemeinschaften von bestimmten wild lebenden Tier- und Pflanzenarten sollen erhalten, entwickelt oder wiederhergestellt werden. Die Ausweisung von Flächen als Naturschutzgebiet kann auch aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen sowie wegen ihrer Seltenheit, besonderen Eigenart oder Schönheit erforderlich sein.

Ausweisung von Naturschutzgebieten

Ein Naturschutzgebiet wird durch eine Verordnung des Referates Naturschutz, Landschaftspflege, Bildung für nachhaltige Entwicklung als obere Naturschutzbehörde dazu erklärt.
Mit der Ausweisung von Naturschutzgebieten sollen die in Sachsen-Anhalt vorkommenden naturräumlichen Landschaften und dort insbesondere die wertvollen und schutzbedürftigen Ökosysteme repräsentiert werden. Der Schutzstatus eines Naturschutzgebietes bedeutet den höchsten Schutz nach bundesdeutschem Naturschutzrecht (streng geschützte Gebiete).

Veränderungsverbot und Ausnahmen

Naturschutzgebiete zeichnen sich durch ein absolutes Veränderungsverbot aus, es sei denn, bestimmte Nutzungen sind ausdrücklich erlaubt oder als Pflegemaßnahmen festgelegt. In den Verordnungen für die Naturschutzgebiete sind Verbote für Handlungen formuliert, die nicht der Erhaltung des Schutzzweckes dienen.

Ausnahmen regelt der Paragraf 67 Bundesnaturschutzgesetz.

(1) Von den Geboten und Verboten des Paragraf 67 Bundesnaturschutzgesetz in einer Rechtsverordnung auf Grund des Paragraf 57 sowie nach den Naturschutzrecht der Länder kann auf Antrag Befreiung gewährt werden, wenn

1. dies aus Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses, einschließlich solcher sozialer und wirtschaftlicher Art, notwendig ist oder

2. die Durchführung der Vorschriften im Einzelfall zu einer unzumutbaren Belastung führen würde und die Abweichung mit den Belangen von Naturschutz und Landschaftspflege vereinbar ist.

Für die Erteilung einer naturschutzrechtlichen Befreiung liegt die Zuständigkeit bei der unteren Naturschutzbehörde des jeweiligen Landkreises. Wenn die Erteilung einer Befreiung in den Zuständigkeitsbereich mehrerer Naturschutzbehörden fällt oder wenn dieses aus anderen Gründen zweckdienlich erscheint, z.B. bei landesweiten Vorhaben, kann auch die obere Naturschutzbehörde Befreiungen erteilen.

Bei Betroffenheit von Natura 2000 Gebieten oder artenschutzrechtlichen Verboten bestehen Sonderregelungen die im Einzelfall zu prüfen sind.

Vor Erteilung einer Befreiung ist den nach Paragraf 63 Absatz 2 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) anerkannten Naturschutzvereinigungen Gelegenheit zur Stellungnahme und zur Einsicht in die bei der oberen Naturschutzbehörde vorhandenen Unterlagen zu geben. Die Erteilung der Befreiung erfolgt in Schriftform.

Ansprechpartner

Herr Dr. Uwe Thalmann
Dessauer Str. 70
06118 Halle (Saale)
Telefon: 0345 514 2600
E-Mail

Informationen zum Thema Naturschutz stellt Ihnen auch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie zur Verfügung

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