Großer Ronneberg-Bielstein

Größe: 230,00 ha   
Landkreis: Mansfeld-Südharz   
Codierung: NSG0137___   
Verordnung:  VO v. 21.04.1993 (Amtsbl. f. d. Reg.-Bez. Halle. - 2(1993)7 v. 06.05.1993)
Karte - © LVermGeo LSA Gen.-Nr.: 10008 (www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de)

Schutzziel

NSG "Großer Ronneberg-Bielstein"

Erhaltung artenreicher Mittelgebirgswiesen sowie naturnaher Waldbestände, insbesondere mesophiler Buchenwälder und Ahorn-Eschen-Schluchtwälder. 

Lage

Das NSG liegt 10 km nordöstlich von Nordhausen, an der Landesgrenze zu Thüringen im LSG "Harz und Vorländer".

Geologische Beschaffenheit

Das Gebiet wird geomorphologisch von den Höhenrücken des Großen Ronneberges (465,2 m ü. NN) und des Großen Bielsteins (478,7 m ü. NN) geprägt, die durch das Tal des Wolfsbaches voneinander getrennt sind.
Kennzeichnende Gesteine im Untergrund sind Diabase, Ton- und Kieselschiefer, Grauwacken und Quarzite.
Auf Diabas haben sich lößbeeinflußte Schutt-Braunerden, auf Tonschiefern Lehmschutt-Braunpodsole ausgebildet.

Vegetation

In dem waldreichen NSG überwiegt auf basenreichen, lößbeeinflußten Böden ein Waldmeister-Rotbuchenwald (Galio odorati-Fagetum), der von Waldgerste (Hordelymus europaeus) begleitet wird. In der relativ artenreichen Krautschicht ist im Frühjahr der Hohle Lerchensporn (Corydales cava) charakteristisch.
Kleinflächig ausgebildet sind: ein hallenartig ausgebildeter Hainsimsen-Rotbuchenwald (Luzulo luzuloides-Fagetum) auf bodensauren Standorten, der Eschen-Bergahorn-Schluchtwald (Fraxino-Aceretum pseudoplatani) im Tal des Wolfsbaches u.a. mit Gewöhnlichem Seidelbast (Daphne mezereum) und Ausdauerndem Silberblatt (Lunaria rediviva), kleine Fichtenforste.

In Honiggras-Rotschwingel-Wiesen sind anzutreffen Dreizahn (Danthonia decumbens), Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor) und Akelei (Aquilegia vulgaris).

Feuchte Staudenfluren werden von Großem Mädesüß (Filipendula ulmaria) beherrscht.

Fauna

Bemerkenswerte Brutvogelarten der Wälder sind Erlenzeisig (Carduelis spinus), Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapillus), Wintergoldhähnchen (Regulus regulus) sowie Hohltaube (Columba oenas).

Das NSG bietet auch Lebensraum für die Wildkatze (Felis silvestris), den Feuersalamander (Salamandra salamandra) und vom Aussterben bedrohten Insektenarten.

Zustand des Gebietes und Erhaltungsmaßnahmen

Die Laubwaldanteile befinden sich in einem guten Zustand. Fichtenforste sind in naturnahe Buchenwälder umzuwandeln. Die Wiesen werden seit 1992 gemäht. Das NSG liegt im EU SPA und ist als FFH-Gebiet "Buchenwälder um Stolberg" von der EU bestätigt.

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