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Cösitzer Teich

Größe: 38,32 ha   
Landkreis: Anhalt-Bitterfeld  
Codierung: NSG0089___   
Verordnung:  AO v. 11.09.1967 (GBl. d. DDR Teil II.-(1967)95 v. 19.10.1967, S.697) in der Fassung v. 01.01.1997 (GVBl. LSA.- 8(1997)1 v. 02.01.1997, S. 2 - Rechtsbereinigungsgesetz); Beschl. BT Halle v. 17.03.1983(GBl. II S. 697) - Verkleinerung  
Karte - © LVermGeo LSA Gen.-Nr.: 10008 (www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de)

Schutzziel:

Sicherung der Brut- und Rastmöglichkeiten für eine artenreiche Sumpf- und Wasservogelwelt

Lage

Das NSG (80 m ü. NN) erstreckt sich in der Fuhneaue ca. 3 km nordwestlich von Zörbig zwischen den Ortschaften Cösitz und Radegast. Das NSG liegt im LSG "Fuhneaue".

Beschreibung des Geländes

Der Cösitzer Teich entstand um 1936 durch das Einsinken eines Bergwerkbereiches innerhalb der Fuhneaue. Die Fuhne bestimmte das hydrologische Regime des Teiches.
Starke Nährstoffeinträge führten in dem nur etwa 1 m tiefen Gewässer zu starken Eutrophierungserscheinungen.

Vegetation

Der Teich wird von Schilf-Röhricht (Phragmitetum australis), Schmalblattrohrkolben-Röhricht (Typhetum angustifoliae) und stellenweise vom Wasserschwaden-Röhricht (Glycerietum maximae) fast vollständig umschlossen.
In den Röhrichten siedeln Wasser-Schwertlilie (Iris pseudacorus), Ästiger Igelkolben (Sparganium erectum), Fluß-Ampfer (Rumex hydrolapathum) und Rauhhaariges Weidenröschen (Epilobium hirsutum).

Die Seggenriede werden vom Uferseggen-Ried (Caricetum ripariae) und von Rohrglanzgras-Röhricht (Phalaridetum arundinaceae) beherrscht, in denen u. a. auch der Blutweiderich (Lythrum salicaria) vorkommt.
Am Südufer des Cösitzer Teiches existiert ein kleiner Rest eines einstigen Auenwaldes (Querco-Ulmetum minoris). Die Krautschicht wird neben Frühjahrsgeophyten von der Großen Brennnessel (Urtica dioica) beherrscht. Aufgrund der zunehmenden Vernässung dringen auch Wasser- und Sumpfpflanzen wie Wasser-Minze (Mentha aquatica), Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus) und Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamara) in das Areal ein.
Typische Grünlandgesellschaften sind Silgen-Rasenschmielen-Wiese (Sanguisorbo officinalis- Silaetum silai), Engelwurz-Kohldistel-Wiese (Angelico sylvestris-Cirsietum oleracei), Knickfuchsschwanz-Gesellschaft (Ranunculo repentis- Alopecuretum geniculati).

Meist wird das Grünland jedoch intensiv genutzt.

Fauna

Das NSG beherbergt eine der größten Brutkolonien der Lachmöwe (Larus ridibundus) in Deutschland.
Darüber hinaus wurden über 70 weitere Brutvogelarten festgestellt. Insbesondere sind es Taucher, Enten und Rallen wie z.B. Schwarzhals- und Zwergtaucher (Podiceps nigricollis, P. ruficollis), Schnatter- und Spießente (Anas strepera, A. acuta), Kleines Sumpfhuhn und Tüpfelsumpfhuhn (Porzana parva , P. porzana) sowie Lariden wie z.B. Sturmmöwe (Larus canus) und Schwarzkopfmöwe (Larus melanocephalus).


Der Cösitzer Teich hat auch große Bedeutung als Rastplatz für durchziehende Vogelarten. Während des Frühjahrs- bzw. Herbstzuges sind mehrere Möwen- und Seeschwalbenarten, darunter Zwergmöwe (Larus minutus) und Trauerseeschwalbe (Chlidonias niger), sowie Limikolen und Enten zu beobachten.

Das NSG bietet mehreren Arten an Froschlurchen, wie z. B. der Rotbauchunke (Bombina bombina), Lebensraum.

Zustand des Gebietes und Erhaltungsmaßnahmen

Der Zustand des Gebietes ist befriedigend. Das sehr kleine NSG ist insbesondere durch angelsportliche Nutzung und Erholungsdruck beeinträchtigt. Die NSG-Fläche sollte durch Pufferbereiche gegen den Nutzungsdruck und insbesondere gegen die B 183 besser abgegrenzt werden.

Maßnahmen gegen die fortschreitende Eutrophierung aus den angrenzenden intensiv agrarisch genutzten Bereichen und durch Abwässer sind für den Erhalt der typischen Pflanzengesellschaften notwendig.

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