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Erlegungsprämie zur Reduktion der Schwarzwildbestände (25. Mai 2021)

Das Land Sachsen-Anhalt gewährt rückwirkend ab 01.01.2021 eine Erlegungsprämie zur Reduktion der Schwarzwildbestände.

Für die Antragsbearbeitung und Auszahlung der Prämie sind die Landkreise und kreisfreien Städte zuständig. Bei diesen können auch die entsprechenden Antragsformulare bezogen werden. Das Formular steht darüber hinaus hier zum Download bereit.

Anträge auf Auszahlung der Erlegungsprämie konnten zunächst bis zum 15. April 2021 für im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. März 2021 erlegtes Schwarzwild gestellt werden. Für den Erlegungszeitraum 1. April 2021 bis 30. September 2021 ist eine Antragstellung bis zum 15. Oktober 2021 möglich.

Die Verwaltungsvereinbarung zur Gewährung der Erlegungsprämie schließt jedoch die Möglichkeit nicht aus, Anträge für im Zeitraum vom 01.01.2021 bis 31.03.2021 erlegte Stücke erst zum 15. Oktober 2021 zu stellen.

Die Erlegungsprämie wird zunächst bis zum 31.12.2021 gewährt. Die Gewährung erfolgt über diesen Zeitraum hinaus bis zum 31.12.2022, soweit die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen über eine Weitergewährung vorliegen. Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung der Erlegungsprämie besteht nicht.

Dem Antrag sind als Nachweise eine Kopie des Jagdscheins (mit Eintrag des Jagdbezirks), die Streckenliste und alle zugehörigen Wildursprungsscheine beizufügen. Die Unterschriftsleistung des Erlegers auf dem Wildursprungsschein ist für die Beantragung der Erlegungsprämie für Schwarzwild ausreichend, da der Antrag ohnehin vom Jagdausübungsberechtigten zu stellen und entsprechend zu unterschreiben ist. Einen Vermerk über eine erfolgte Trichinenuntersuchung ist für einen „ordnungsgemäß ausgefüllten Wildursprungschein“ nicht erforderlich. Antragsberechtigt sind Jagdausübungsberechtigte gemäß § 1 Abs. 2 LJagdG. Begehungsscheininhaber sind keine Jagdausübungsberechtigten gem. § 1 Abs. 2 LJagdG und somit nicht antragsberechtigt. Die Antragstellung und Weitergabe der Erlegungsprämie erfolgt gemäß § 3 über den Jagdausübungsberechtigten. Die Weitergabe der Erlegungsprämie an Mitpächter, Jagdgäste oder Begehungsscheininhaber liegt in der Verantwortung des Jagdausübungsberechtigten.

Für Schwarzwild, das im Rahmen der Erfüllung dienstlicher Aufgaben oder in Gehegen erlegt wurde, wird keine Erlegungsprämie gewährt. Zu den dienstlichen Aufgaben zählen die Teilnahme an Dienstjagden oder die Erlegung von Schwarzwild während der Dienstzeit durch die Bediensteten der Bundes- oder Landesforstdienststellen. Ebenfalls zu dieser Kategorie zu zählen ist das Betreiben von Schwarzwildfängen im Auftrag des Landesforstbetriebes. Die Erlegung von Schwarzwild im eigenen Pirschbezirk (auch mit eigenen Schwarzwildfängen) außerhalb der Dienstzeit zählt zu den privaten Aktivitäten und ist somit prämienberechtigt. Begehungsscheininhaber im Landes- oder Bundesforst sind, sofern die Jagd nicht zu deren dienstlichen Aufgaben gehört, gleichfalls prämienberechtigt.

Für Nachfragen und weitere Informationen stehen die Landkreise und kreisfreien Städte zur Verfügung.

Hinweise zur Ausübung der Jagd bei der derzeitigen Pandemie-Situation (Stand: 25. November 2021)

Durch das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten wurden mit Erlass vom 25.10.2021, Az.: 51.11-65001 Festlegungen zur Einhaltung von Hygiene- und Verhaltensregeln bei der Durchführung von Gesellschaftsjagden, Einzeljagden, Jungjägerausbildung sowie bei der Schießstandnutzung für die jagdliche Fort- und Weiterbildung bekanntgegeben.

Gesellschafts- und Bewegungsjagden auf Schalenwild dienen der Seuchenprävention und dem Schutz vor Wildschäden in der Land- und Forstwirtschaft und damit der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. In diesem Kontext sind sie zu den in § 3 der 15.SARS-CoV-2-EindV aufgeführten Veranstaltungen zu zählen.

Für die Landeseinrichtungen ist die Anwendung der 3-G-Regelung (geimpft, genesen, getestet) bei o. g. Maßnahmen verbindlich anzuwenden; für den übrigen Bereich wird diese empfohlen.

Die Durchführung von Gesellschaftsjagden ist nur bei fachkundiger Organisation und unter Einhaltung nachstehender Maßnahmen zulässig:

1. Der Veranstalter von Gesellschaftsjagden ist zur Erstellung und Umsetzung eines Hygienekonzeptes verpflichtet. Dieses hat die konkreten Maßnahmen zu beinhalten, welche zur Umsetzung der 15. SARS-CoV-2-EindV dienen. Der Veranstalter hat auf die Einhaltung der Pflichten aus der Verordnung (insbesondere Abstandsgebot) mit seinem Hygienekonzept hinzuwirken. Das Hygienekonzept soll die Gefahr einer Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 vermindern. Es dient nicht dazu, die ohnehin bestehenden verordnungsrechtlichen Gebote und Verbote zu wiederholen, sondern konkrete Maßnahmen zusammenzustellen, die eine Infektionsgefahr verringern können.

2. Die Rückverfolgbarkeit aller teilnehmenden Personen (einschließlich Jagdhelfer) muss sichergestellt werden. Der Veranstalter einer Gesellschaftsjagd ist zur Datenerhebung und Dokumentation verpflichtet. Diese bezieht sich auf Familienname, Vorname, vollständige Anschrift und eine Telefonnummer der teilnehmenden Personen sowie den Zeitraum und den Ort des Aufenthalts. Die Kontaktdaten sind für die Dauer von vier Wochen nach dem Ende der Veranstaltung aufzubewahren, damit eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden kann. Die Dokumentation ist dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlangen auszuhändigen. Die erfassten Daten sind vier Wochen nach der Erhebung zu löschen.

3. Die Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften ist soweit möglich und zumutbar zu gewährleisten.

4. In geschlossenen Räumen und bei gemeinsamer Autofahrt besteht grundsätzlich eine Maskenpflicht.

5. Zur Bergung des erlegten Wildes, darf der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,50 Meter unterschritten werden.

6. Die unter Berücksichtigung der 15.SARS-CoV-2-EindV gegebene Zulässigkeit der Durchführung von Gesellschaftsjagden auf Schalenwild bezieht sich auch auf die zur Jagdausübung nicht unbedingt notwendigen Tätigkeiten. Dementsprechend sind das Strecke legen, das Verblasen der Strecke sowie die Bruchübergabe und die gemeinsame Auswertung des Jagdtages ebenso wie das Schüsseltreiben zulässig. Sie sollten jedoch auf Basis der gebotenen Kontaktreduzierung möglichst vermieden werden. Soll ein Catering bei einer Gesellschaftsjagd angeboten werden, ist streng auf die Hygiene-Regeln zu achten.

Besondere Beachtung der Hygiene- und Verhaltensregeln bei und nach der Schwarzwildjagd:

7. Auf die notwendigen Hygieneregeln gemäß Empfehlung des Amtes für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt muss durch die Jagdleitung hingewiesen werden.

8. Zur Vermeidung einer Einschleppung des ASP-Virus nach Sachsen-Anhalt haben Schützinnen und Schützen sowie Hundeführerinnen und Hundeführer, die mit Ihren Jagdhunden zuvor in ASP-Restriktionszonen von Brandenburg und Sachsen unterwegs waren eine besondere Verantwortung. Eine Teilnahme an einer Jagd kann nur erfolgen, wenn die angewiesenen Desinfizierungsmaßnahmen der örtlich zuständigen Veterinärbehörden sorgfältig und vollständig durchgeführt wurden (Auto, Bekleidung, Hund, Hundegeschirr, Utensilien etc.)

Die Beherbergung von an Jagden beteiligten Personen ist unter den Bedingungen des § 8 der 15.SARS-CoV-2-EindV zulässig.

Die Jungjägerausbildung sowie die Schießstandnutzung für die jagdliche Fort- und Weiterbildung sind zu den in § 5 Abs. 1 der 15.SARS-CoV-2-EindV aufgeführten Veranstaltungen zu zählen und können durchgeführt werden.

Unabhängig vom Pandemiegeschehen gehört die Einzeljagd zu den systemrelevanten Tätigkeiten und darf weiterhin unter Beachtung der Bestimmungen der 15. SARS-CoV-2-EindV ausgeübt werden.

Mögliche Anpassungen der 15.SARS-CoV-2-EindV und anderer aktueller Vorschriften durch die örtlich zuständigen Landkreise/kreisfreien Städte sind jederzeit zu berücksichtigen.

Den Text der 15. SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung und weitergehende Informationen zur Coronapandemie erhalten Sie auf den Internetseiten des Ministeriums für Arbeit und Soziales und Integration Sachsen-Anhalt sowie dem Corona-Informationsportal.

Jagdrecht in Deutschland

Das Jagdrecht ist in Deutschland mit der Pflicht zur Hege verbunden.

Das Ziel besteht darin, einen artenreichen und gesunden Wildbestand zu erhalten, der an die landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepasst ist.

Die Lebensgrundlagen des Wildbestandes sollen gepflegt und gesichert werden.

Die Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere Wildschäden, sind dabei möglichst zu vermeiden.

Regulierung der Wildbestände

Wesentliches Instrument für die Regulierung der Wildbestände ist die Abschussplanung. Der Abschuss des Wildes ist so zu regulieren, dass die berechtigten Ansprüche der Land- und Forstwirtschaft auf Schutz gegen Wildschäden voll gewahrt bleiben sowie die Belange von Naturschutz und Landschaftspflege berücksichtigt werden. Die natürliche Verjüngung des Waldes sowie die Entwicklung der typischen Bodenvegetation sollen ohne Zaunschutz gegen Wildschäden möglich sein.

Das Referat Agrarwirtschaft, Ländliche Räume, Fischerei, Forst- und Jagdhoheit übt als Obere Jagdbehörde die Fachaufsicht über die Jagdbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte aus.

Intensivierung der Bejagung von dem Jagdrecht unterliegenden invasiven Arten

 

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Formular Erlegungsprämie

Streckenergebnisse im Jagdjahr 2020/21 im Land Sachsen-Anhalt

Im Jagdjahr 2020/21 wurden durch die Jäger im Land insgesamt 93.484 Stücken Schalenwild erlegt (zum Vergleich: Jagdjahr 2019/20: 101.974, Jagdjahr 2018/19: 97.543, Jagdjahr 2017/18: 108.951).

Eine Übersicht über die erzielten Streckenergebnisse der Hauptwildarten steht hier zum Abruf bereit.

Musterformular Vertretungsvollmacht für Jagdgenossenschaften

Durch die oberste Jagdbehörde wurde eine Musterformular zur Vertretungsvollmacht für Jagdgenossenschaftsversammlungen vorgegeben. Bei Verwendung dieses Musters entfällt gemäß § 14 Abs. 4 Satz 2, 2. Halbsatz des Landesjagdgesetzes das Erfordernis einer amtlichen Beglaubigung der Unterschrift des Vollmachtgebers. Das Formular steht hier zum Herunterladen bereit.

Ansprechpartner

Herr Hein
Tel.: +49 345 514-2853
E-Mail

Herr Innemann
Tel.: +49 345 514-2646
E-Mail

Herr Cheret
Tel.: +49 345 514-2462
E-Mail