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Weißenfels erhält über 3,8 Millionen Euro für Sanierung und Erweiterung des Heinrich-Schütz-Hauses

Die Stadt Weißenfels hat vom Landesverwaltungsamt Sachsen‑Anhalt den zweiten Teilzuwendungsbescheid für die denkmalgerechte Sanierung sowie den Erweiterungsbau des Heinrich-Schütz-Hauses erhalten. Insgesamt stehen für dieses Teilprojekt Fördermittel in Höhe von bis zu 3.847.500 Euro bereit, davon 3.695.000 Euro aus Bundesmitteln und 152.500 Euro vom Land Sachsen-Anhalt.

Gemeinsam mit den bereits in den Jahren 2022 bis 2024 gewährten Mitteln erhöht sich die Gesamtsumme für das Vorhaben auf bis zu 4,252 Millionen Euro. Die Mittel fließen über die Richtlinie Sachsen‑Anhalt Revier 2038 im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen und unterstützen zentrale Maßnahmen im Strukturwandel.

Durch die Förderung sollen sowohl die historische Bausubstanz bewahrt als auch moderne museumspädagogische Räume geschaffen werden. Ziel ist es, das Erbe des Komponisten Heinrich Schütz, des bedeutendsten deutschen Musikers des Frühbarocks, dauerhaft sichtbar und erlebbar zu machen.

O-Ton des Präsidenten des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt

„Das Heinrich-Schütz-Haus ist ein kulturelles Juwel von nationaler Bedeutung. Mit der nun zugesagten Förderung leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu, dieses herausragende Denkmal zu schützen, zeitgemäß zu entwickeln und für kommende Generationen zu öffnen. Weißenfels zeigt eindrucksvoll, wie der Strukturwandel neue kulturelle Impulse schafft, die weit über die Region hinausstrahlen.“

 

Hintergrund

Das Heinrich-Schütz-Haus in Weißenfels wurde 1985 gegründet und ist der letzte original erhaltene Wohnort des Komponisten, in dem er auch seine letzten Lebensjahre verbrachte. Der Ort ermöglicht Besucherinnen und Besuchern einen Zugang zur vielfältigen mitteldeutschen Musikgeschichte. Mit Klangbeispielen, fiktiven Hörspielen und Filmen spricht das Museum Menschen aller Altersgruppen an. Neben dem Wirken von Heinrich Schütz werden dort auch bedeutende Künstler wie Johann Sebastian Bach oder Georg Friedrich Händel vorgestellt. Mit den bereitgestellten Fördermitteln werden in den kommenden Jahren u. a folgende Maßnahmen umgesetzt.:

  • die denkmalgerechte Sanierung des historischen Gebäudes,
  • Errichtung eines modernen Erweiterungsbaus,
  • Schaffung museumstechnischer Anlagen und neuer Ausstellungsbereiche,
  • Erneuerung der Außenanlagen und Infrastruktur.

Das Projekt ist bis 2028 angelegt und unterliegt umfangreichen denkmalpflegerischen, vergabe- und dokumentationsrechtlichen Anforderungen gemäß den Förderrichtlinien.