Platzbruch

Größe: 21,76 ha   
Landkreis: Anhalt-Bitterfeld  
Codierung: NSG0040__   
Verordnung:  AO v. 30.03.1961 GBl. d. DDR Teil II.-(1961)27 v. 04.05.1961, S.166) in der Fassung v. 01.01.1997 (GVBl. LSA.- 8(1997)1 v. 02.01.1997, S. 2 - Rechtsbereinigungsgesetz)   
Karte - © LVermGeo LSA Gen.-Nr.: 10008 (www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de)

Schutzziel

Platzbruch

Schutz stark gefährdeter, pflanzengeographisch bedeutungsvoller Pflanzenarten; Ergänzung des Spektrums der im NSG erfaßten Vegetationstypen des Vorflämings. 

Lage

Das NSG (90- 95 m ü. NN) liegt ca. 14 km nordöstlich von Zerbst zwischen den Orten Grimme und Polenzko im Roßlau-Wittenberger Vorfläming.
Das NSG umfaßt ein Quellmoor im Quellgebiet der Grimmer Nuthe sowie einen naturnahen Laubwald als Teil eines größeren Waldkomplexes im Übergang zur Niederung der Oberen Nuthe.

Vegetation

Die Waldgesellschaften des NSG zeichnen sich durch eine Reihe pflanzengeographisch bedeutsamer subatlantischer Arten aus.

Häufig anzuteffen sind Königsfarn (Osmunda regalis), Glocken-Heide (Erica tetralix) seltener Buchenfarn (Phegopteris connectilis) und Eichenfarn (Gymnocarpium dryopteris).

Ein torfmoosreicher Seggen-Erlen-Birkenbruch (Spaghno-Alnetum glutinosae) mit Schnabel-Segge (Carex rostrata) und Sumpf-Segge (Carex acutiformis) nimmt die Moorstandorte mit hoch anstehendem Grundwasser ein. Auf Anmoor und auf mineralischen Gleyböden schließt sich der Pfeifengras-Eichen-Birkenwald (Holco mollis-Quercetum) an. Teilweise wurden diese naturnahen Wälder in Nadelholzforste umgewandelt.

Fauna

Die Waldschnepfe (Scolopax rusticola) gehört neben vielen Kleinvogelarten zu den Brutvögeln des Gebietes.

Zustand des Gebietes und Erhaltungsmaßnahmen

Das Gebiet liegt in Trinkwassereinzugsgbiet und erfuhr aufgrund der starken Grundwasserabsenkung eine negative Entwicklung. In der Folge verschwanden typische Pflanzenarten bzw. sind stark zurückgegangen. Eine Erhöhung des Grundwasserspiegels durch Stauregulierung kann das verhindern.
Eine Behandlungsrichtlinie für die Jagdausübung muß erarbeitet werden, wobei auf Hochstände, Salzlecken und Wildfütterungen im NSG verzichtet werden sollte. Das NSG liegt im FFH-Gebiet "Obere Nuthe-Läufe".

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