Die Präsidenten der Landesdirektion Sachsen sowie der Landesverwaltungsämter Thüringen und Sachsen-Anhalt sind heute in Halle (Saale) zu ihrem regelmäßigen mitteldeutschen Austausch zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Treffens standen aktuelle Herausforderungen der öffentlichen Verwaltung sowie Fragen der Sicherheit, Digitalisierung und der länderübergreifenden Zusammenarbeit.
Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen, Frank Roßner, Präsident des Thüringer Landesverwaltungsamtes, und Thomas Pleye, Präsident des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt, tauschten sich zu aktuellen Herausforderungen in den Bereichen Migration, Sicherheit und Digitalisierung aus.
Im Asylbereich erörterten sie insbesondere die Umsetzung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) sowie Fragen der Abschiebehaft. Darüber hinaus standen die Krisenvorsorge und die Handlungsfähigkeit staatlicher Strukturen in besonderen Lagen im Fokus.
Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Modernisierung der Verwaltung und die Nutzung Künstlicher Intelligenz. Die Präsidenten verständigten sich darauf, eine gemeinsame länderübergreifende Arbeitsgruppe zum Einsatz von KI in Verwaltungsverfahren einzurichten. Ziel ist es, Erfahrungen zu bündeln, Potenziale für effizientere Verwaltungsabläufe zu identifizieren und gemeinsame Standards zu entwickeln.
Weitere Themen waren Maßnahmen zum Bürokratieabbau sowie Strategien zur Gewinnung und Entwicklung von Fach- und Führungskräften.
Darüber hinaus berieten die Präsidenten über weitere länderübergreifende Fachthemen, darunter Planfeststellungsverfahren über Landesgrenzen hinweg und wasserwirtschaftliche Verfahren.
Thomas Pleye, Präsident des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt, betonte die Bedeutung des regelmäßigen Austauschs:
„Die Herausforderungen für die öffentliche Verwaltung machen nicht an Ländergrenzen halt. Gerade deshalb ist der enge Austausch zwischen den mitteldeutschen Behörden von großer Bedeutung. Er ermöglicht es uns, Erfahrungen zu bündeln, voneinander zu lernen und gemeinsame Lösungsansätze für aktuelle und künftige Herausforderungen zu entwickeln. Eine vertrauensvolle länderübergreifende Zusammenarbeit stärkt die Leistungsfähigkeit unserer Verwaltungen und kommt letztlich den Bürgerinnen und Bürgern in allen drei Ländern zugute.“
Die regelmäßigen Treffen der Präsidenten dienen der Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den mitteldeutschen Behörden und dem fachlichen Dialog zu Themen von länderübergreifender Bedeutung.

