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Sachsen-Anhalt sucht Nachwuchs für Schwimmbäder - Bis zu 9.135 Euro Stipendium für angehende Meisterinnen und Meister für Bäderbetriebe

Nils Wille ist der erste Meister für Bäderbetriebe in Sachsen-Anhalt und bekam seinen Meisterbrief von den zuständigen Kolleginnen des Landesverwaltungsamtes. Er ist somit auch der erste, der das eigens dafür aufgelegte Stipendium erhalten hat. In Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels setzt Sachsen-Anhalt auf die gezielte Förderung junger Nachwuchskräfte im Bäderwesen. Mit dem Weiterbildungsstipendium erhalten besonders erfolgreiche Fachangestellte für Bäderbetriebe finanzielle Unterstützung auf dem Weg zur Qualifizierung als Meisterin oder Meister für Bäderbetriebe.

„Gut ausgebildete Fachkräfte sind für den sicheren und erfolgreichen Betrieb unserer Schwimmbäder unverzichtbar. Mit dem Weiterbildungsstipendium möchten wir engagierte junge Menschen auf ihrem beruflichen Aufstiegsweg unterstützen und gleichzeitig einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten“, betont der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye.

Karriere machen statt auf Förderung verzichten

Wer sich nach einer erfolgreichen Ausbildung weiterqualifizieren möchte, kann für die Vorbereitung auf die Meisterprüfung einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 9.135 Euro erhalten.

Gefördert werden unter anderem:

  • Lehrgangsgebühren,
  • Fahrt- und Aufenthaltskosten,
  • Arbeitsmittel,
  • Prüfungsgebühren sowie
  • ein IT-Zuschuss für die Anschaffung eines Computers o.ä.

„Viele junge Fachkräfte wissen gar nicht, dass diese Unterstützung existiert. Dabei kann das Stipendium einen großen Teil der Fortbildungskosten abdecken und den beruflichen Aufstieg deutlich erleichtern.“, so Pleye weiter.

Schwimmbäder brauchen qualifizierte Führungskräfte

Die Meisterqualifikation eröffnet nicht nur neue Karriereperspektiven, sondern stärkt gleichzeitig die Zukunft der Bäderlandschaft. Meisterinnen und Meister für Bäderbetriebe übernehmen Verantwortung für Personal, Technik, Organisation und Sicherheit und sind damit eine wichtige Säule für den Betrieb moderner Schwimmbäder.

Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gewinnt die Weiterbildung zunehmend an Bedeutung.

Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich besonders erfolgreiche Fachangestellte für Bäderbetriebe, die zu Beginn der Förderung noch nicht 25 Jahre alt sind. Voraussetzung ist unter anderem ein überdurchschnittlicher Ausbildungsabschluss, eine besondere Wettbewerbsleistung oder eine entsprechende Empfehlung des Ausbildungsbetriebes beziehungsweise der Berufsschule.

Darüber hinaus müssen die Voraussetzungen für die spätere Meisterprüfung erfüllt werden. Dazu zählen in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie eine zweijährige Berufserfahrung im Berufsfeld. Bei Vorlage eines entsprechenden Befähigungs- oder Qualifikationsnachweises kann von den Voraussetzungen der zweijährigen Berufserfahrung abgewichen werden.

Aufruf an junge Fachkräfte

Das Landesverwaltungsamt möchte mit der Informationsoffensive gezielt Fachangestellte für Bäderbetriebe, Ausbildungsbetriebe und kommunale Badbetreiber erreichen.

Denn die Botschaft ist klar: „Wer Talent, Engagement und berufliche Ambitionen mitbringt, sollte die Chance auf eine geförderte Meisterausbildung nicht ungenutzt lassen. Die Förderplätze sind vorhanden. Jetzt braucht es die Bewerberinnen und Bewerber.“

Seit 2020 haben 115 junge Menschen eine Ausbildung zur/m Fachangestellten für Bäderbetriebe begonnen, in diesem Jahr waren es 15.

Ansprechpartner

Interessierte Fachangestellte für Bäderbetriebe sowie Ausbildungsbetriebe erhalten weitere Informationen beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, Referat 201:

Nicole.Heimert(at)lvwa.sachsen-anhalt.de,

SophieMarie.Sudhoelter(at)lvwa.sachsen-anhalt.de