Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt unterstützt die Erneuerung eines Abschnitts der Trinkwasserversorgung in der Stadt Zörbig (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) mit 233.829 Euro. Der entsprechende Zuwendungsbescheid wurde jetzt an den Trinkwasserzweckverband Zörbig übersandt. Gefördert wird der erste Bauabschnitt des Vorhabens „Neubau Trinkwasserleitung Zörbig – Radegaster Straße – Stumsdorfer Straße“.
Im Rahmen der Maßnahme werden rund 1.170 Meter Trinkwasserleitungen verschiedener Dimensionen erneuert beziehungsweise neu verlegt. Das Vorhaben ist Teil einer Gemeinschaftsmaßnahme mit weiteren Infrastrukturträgern, in deren Zuge auch die Ortsdurchfahrt modernisiert wird.
Die Erneuerung der Leitung ist erforderlich, weil es in dem betroffenen Bereich in den vergangenen Jahren wiederholt zu Rohrbrüchen gekommen war. Diese führten zu Versorgungsunterbrechungen im südwestlichen Ortsteil von Zörbig. Mit der Baumaßnahme soll die Versorgungssicherheit für die betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner dauerhaft verbessert werden. Während der Bauarbeiten wird die Trinkwasserversorgung über provisorische Leitungen sichergestellt.
„Eine sichere und zuverlässige Trinkwasserversorgung gehört zu den wichtigsten Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge.“, erklärt Thomas Pleye, Präsident des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt. „Mit der Förderung unterstützen wir den Zweckverband dabei, die Infrastruktur zukunftsfest aufzustellen und die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger langfristig abzusichern. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender klimatischer Herausforderungen sind Investitionen in leistungsfähige Wasserversorgungssysteme wichtiger denn je.“
Die zuwendungsfähigen Ausgaben des Vorhabens belaufen sich auf 467.700 Euro. Das Land Sachsen-Anhalt übernimmt davon 50 Prozent. Die Gesamtinvestition beträgt rund 600.000 Euro.
Hintergrund: Wasserentnahmeentgelt
Die Fördermittel stammen aus dem Aufkommen des Wasserentnahmeentgelts. Dieses erhebt das Landesverwaltungsamt von Unternehmen und Einrichtungen, die Wasser für verschiedene Zwecke aus Gewässern oder dem Grundwasser entnehmen. Die Einnahmen fließen unter anderem in Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität, zur Stärkung der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur sowie in Projekte der Trinkwasserversorgung.
Das Landesverwaltungsamt ist zugleich Bewilligungsbehörde für Zuwendungen nach den Richtlinien zur Förderung wasserwirtschaftlicher Vorhaben. Vor einer Förderung prüfen die Fachleute des Hauses die eingereichten Planungen und Kostenberechnungen auf Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit und begleiten die Vorhaben baufachlich.
In Sachsen-Anhalt werden inzwischen nahezu alle Einwohnerinnen und Einwohner über zentrale Wasserversorgungsanlagen mit Trinkwasser versorgt. Die Anforderungen an Versorgungssicherheit, Infrastruktur und Wasserqualität steigen dabei kontinuierlich, nicht zuletzt aufgrund klimatischer Veränderungen und verschärfter rechtlicher Vorgaben.
