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Geestferkel-Insolvenz: Lösungen für 13 der 14 Standorte

Erfolgreiche Zusammenarbeit von Behörden, Insolvenzverwaltung, Banken und neuen Betreibern ermöglicht tragfähige Lösungen für nahezu alle Standorte

Im Zusammenhang mit dem Insolvenzverfahren der Geestferkel GmbH ist die Versorgung der betroffenen Tierbestände in Sachsen-Anhalt weiterhin gewährleistet. Nach aktuellem Stand bestehen keine akuten Tierschutzprobleme. Für nahezu alle (13 von 14) betroffenen Betriebe konnten inzwischen tragfähige Lösungen gefunden werden.

Die Geestferkel GmbH, einer der größten Ferkelerzeuger Deutschlands, hatte am 28. Juli 2026 Insolvenzantrag gestellt. In Sachsen-Anhalt sind insgesamt 14 Standorte mit rund 106.000 Schweinen betroffen. Seit Bekanntwerden der wirtschaftlichen Schwierigkeiten arbeiten Insolvenzverwaltung, Veterinärbehörden der Landkreise, Landesverwaltungsamt, Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten, Kreditinstitute sowie neue Betreiber eng und konstruktiv zusammen, um die Versorgung der Tiere dauerhaft sicherzustellen.

Deutliche Fortschritte bei Übernahmen und Weiterbetrieb

Während Ende vergangener Woche noch für vier Standorte Lösungen ausstanden, haben inzwischen für 13 der 14 Standorte neue Investoren beziehungsweise Betreiber ihr Interesse bekundet oder bereits Verantwortung übernommen.

Enge Überwachung bleibt bestehen

Die zuständigen Veterinärbehörden überwachen die betroffenen Standorte weiterhin engmaschig. Dabei werden insbesondere die Futter- und Wasserversorgung, der Gesundheitszustand der Tiere sowie die Betriebsabläufe regelmäßig kontrolliert. Wo erforderlich, werden Maßnahmen kurzfristig abgestimmt und umgesetzt.

Nach den Rückmeldungen der Landkreise ist die Futterversorgung an sämtlichen Standorten derzeit sichergestellt. Auch hinsichtlich der Strom- und Wasserversorgung liegen aktuell keine Hinweise auf akute Gefährdungen für das Tierwohl vor.

Gemeinsames Handeln führt zum Erfolg

Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass durch das enge Zusammenwirken aller Beteiligten schnelle und tragfähige Lösungen gefunden werden konnten. Landkreise, Veterinärämter, Insolvenzverwaltung, Banken, Unternehmen und Beschäftigte vor Ort haben erheblich dazu beigetragen, die Versorgung der Tiere jederzeit sicherzustellen und tierschutzrechtliche Risiken zu vermeiden.

Tierwohl bleibt oberste Priorität

Das Landesverwaltungsamt wird die weitere Entwicklung des Insolvenzverfahrens gemeinsam mit den zuständigen Behörden weiterhin aufmerksam begleiten. Oberstes Ziel bleibt es, das Tierwohl dauerhaft sicherzustellen und mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen.

Die Lage hat sich in den vergangenen Tagen deutlich stabilisiert. Gleichwohl werden die Standorte weiterhin eng begleitet, bis für alle Betriebe langfristige und belastbare Perspektiven geschaffen sind.