Jemmeritzer Moor

Größe: 20,56 ha   
Landkreis: Altmarkkreis Salzwedel   
Codierung: NSG0047___   
Verordnung:  Beschl. BT Magdeburg v. 05.07.1978   
Karte - © LVermGeo LSA Gen.-Nr.: 10008 (www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de)

Schutzziel

Jemmeritzer Moor

Schutz und Sicherung von natürlichen Entwicklungsprozessen, insbesondere auf Quellmooren innerhalb einer autochthonen Fichtenwaldgesellschaft. 

Lage

Das NSG (55 - 85 m ü. NN) liegt ca. 6 km östlich von Klötze. Es verläuft rechts und links der Bäke und gehört zum LSG "Zichtauer Berge und Klötzer Forst".

Vegetation

Das Jemmeritzer Moor zeichnet sich durch seinen Preiselbeer-Kiefern-Fichtenwald in der Ausbildung mit Pfeifengras und Tiefland-Fichte aus. Neben Standortgegebenheiten weist die reichliche Naturverjüngung auf ein autochthones Fichtenvorkommen hin. Dieser Jungaufwuchs wird begleitet von: Moor-Birke (Betula pubescens), Adlerfarn (Pteridium aquilinum), Heidelbeere (Vaccinium myrtillus), Europäischem Siebenstern (Trientalis europaea) und Torfmoosen. Als weitere nennenswerte Arten sind Ranken-Lerchensporn (Ceratocapnos claviculata) und Rippenfarn (Blechnum spicant) zu nennen, die in großem Umfang vorkommen. Während im Bereich des Fichtenwaldes auf nassen Quellstellen ein initialer Braunseggensumpf siedelt, wächst auf der Ostseite des Baches Rispenseggen-Ried (Caricetum paniculatae) mit Winkel-Segge (Carex remota), Quell-Sternmiere (Stellaria alsine) und Wechselblättrigem Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium). Uferseggen-Ried (Caricetum ripariae) nimmt dagegen die Verlandungsbereiche in Bachnähe ein, u. a. mit Vorkommen von Echtem Springkraut (Impatiens noli-tangere), Bitterem Schaumkraut (Cardamine amara) und Sumpf-Haarstrang (Peucedanum palustre). Im häufig stark beschatteten Bach findet sich in initialer Form die Berlen-Gesellschaft (Veronico-Beruletum erecti).

Fauna

Das Jemmeritzer Moor bietet geeignete Nahrungs- und Brutplätze für viele Vogelarten, z. B. Habicht (Accipiter gentilis), Waldschnepfe (Scolopax rusticola), Hohltaube (Columba oenas), Wendehals (Jynx torquilla) und Gimpel (Pyrrhula pyrrhula). Eine Besonderheit für die Altmark ist das Vorkommen des Feuersalamanders (Salamandra salamandra).
Weitere Vertreter der Herpetofauna sind Waldeidechse (Lacerta vivipara), Erdkröte (Bufo bufo) und Grasfrosch (Rana temporaria). In den Gewässern des NSG tritt der Bachflohkrebs (Gammarus spec.) auf.

Zustand des Gebietes und Erhaltungsmaßnahmen

Das Gebiet befindet sich in einem guten Zustand. Für seine weitere Sicherung sollten die natürliche Entwicklung unterstützt werden und keine forstlichen Eingriffe erfolgen. 

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