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Rund 16,3 Millionen Euro Fördermittel für Schloss Droyßig - Präsident Pleye übergibt Zuwendungsbescheid für denkmalgerechte Sanierung und Umbau zum Verwaltungssitz

Ein bedeutender Schritt für den Erhalt und die Zukunft von Schloss Droyßig: Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt hat dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst einen Zuwendungsbescheid für die denkmalgerechte Sanierung und den Umbau des Schlosses zum Verwaltungssitz übergeben. Für das zweite Teilprojekt werden Fördermittel von insgesamt 16,28 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Förderung erfolgt im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) über die Richtlinie Sachsen-Anhalt Revier 2038 und ist Teil der Strukturentwicklung im Mitteldeutschen Revier. Mit den Mitteln soll das denkmalgeschützte Schloss umfassend saniert, modernisiert und dauerhaft als Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde genutzt werden.

Der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye, betonte die Bedeutung des Vorhabens:

„Das Schloss Droyßig ist ein herausragendes Kulturdenkmal mit großer Bedeutung für die Region. Mit der Förderung unterstützen Bund und Land nicht nur die denkmalgerechte Sicherung und Sanierung des historischen Gebäudes, sondern schaffen zugleich die Voraussetzungen für eine moderne und bürgernahe Verwaltung. Das Projekt verbindet den Erhalt kulturellen Erbes mit einer nachhaltigen Zukunftsperspektive im Strukturwandel.“

Dem jetzt bewilligten zweiten Projektabschnitt ging ein umfangreicher erster Bauabschnitt voraus. Bereits 2022 wurden Fördermittel für die Erstellung der Planungsunterlagen sowie für vorbereitende denkmalpflegerische Maßnahmen bewilligt. Dazu gehörten unter anderem der Rückbau nachträglicher Einbauten aus der Zeit nach 1945, die vollständige Erfassung des baulichen Zustands sowie restauratorische Untersuchungen zur historischen Bausubstanz. Diese Arbeiten schufen die Voraussetzung für die nun anstehende umfassende Sanierung und den Umbau des Schlosses. Zusammen mit den bereits bewilligten Mitteln stehen für das Gesamtvorhaben nun rund 19,5 Millionen Euro an förderfähigen Gesamtausgaben zur Verfügung.

Bürgermeister Uwe Kraneis dankte Bund und Land für die Unterstützung:

„Der heutige Bescheid ist eine großartige Nachricht für die Verbandsgemeinde und die gesamte Region. Schloss Droyßig prägt das Ortsbild seit Jahrhunderten. Mit den Fördermitteln erhalten wir die historische Substanz dieses bedeutenden Denkmals und schaffen gleichzeitig ein modernes Verwaltungszentrum für die Bürgerinnen und Bürger unserer Verbandsgemeinde. Ohne die Unterstützung von Bund und Land wäre ein Vorhaben dieser Größenordnung nicht zu realisieren.“

Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des kulturellen Erbes und zur Stärkung der öffentlichen Infrastruktur im Burgenlandkreis. Gleichzeitig zeigt es beispielhaft, wie Strukturwandel und Denkmalpflege miteinander verknüpft werden können.

 

Hintergrund

Das Schloss Droyßig soll in den kommenden Jahren denkmalgerecht saniert und zum Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst umgebaut werden. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen und der Richtlinie Sachsen-Anhalt Revier 2038. Für das Gesamtprojekt wurden förderfähige Ausgaben von rund 19,5 Millionen Euro anerkannt.

Das Schloss zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmalen im Burgenlandkreis. Seine Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück. Aus einer vermutlich im frühen 13. Jahrhundert errichteten Wasserburg entwickelte sich über die Jahrhunderte die heutige Schlossanlage, die Baustile der Renaissance, der frühen Neugotik, des Klassizismus und der Neurenaissance vereint. Besonders hervorzuheben ist die Schlosskapelle, die zu den kunsthistorisch wertvollsten Bestandteilen der Gesamtanlage zählt.

Der nun bewilligte zweite Förderabschnitt baut auf umfangreichen Vorarbeiten auf. Im Rahmen des ersten Projektabschnitts wurden seit 2022 Planungen erstellt, nachträgliche Einbauten zurückgebaut, Schadensbilder dokumentiert und restauratorische Untersuchungen durchgeführt. Auf dieser Grundlage konnten Umfang und Kosten der denkmalgerechten Sanierung belastbar ermittelt werden.

Die Nutzung des Schlosses als Verwaltungssitz ist langfristig gesichert. Wohnnutzungen wurden aufgegeben. Künftig soll die Anlage in erster Linie Verwaltungsfunktionen für die Verbandsgemeinde übernehmen. Gleichzeitig bleiben das Trauzimmer und der Schlossturm für touristische Zwecke erhalten und tragen damit weiterhin zur öffentlichen Nutzung und Attraktivität des historischen Ensembles bei.

Die Sanierung knüpft an eine Vielzahl bereits umgesetzter Erhaltungsmaßnahmen an. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem die Schlosskapelle, der Schlossturm, Teile des Schlossdachs, der Schlosspark, die Parkbühne sowie weitere denkmalprägende Bereiche der Anlage instandgesetzt. Mit dem nun bewilligten Großprojekt wird diese Entwicklung konsequent fortgeführt und ein wichtiger Beitrag zum langfristigen Erhalt des Schlosses als kulturelles Wahrzeichen und Verwaltungsstandort geleistet