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Grünes Licht für weiteren Abschnitt des Harzrings Landesverwaltungsamt genehmigt Neubau einer 110-kV-Leitung im Landkreis Harz

Das Landesverwaltungsamt hat den Neubau eines Abschnitts des sogenannten Harzrings genehmigt. Mit dem Planfeststellungsbeschluss erhält die Avacon AG die Genehmigung für den Neubau der 110-kV-Leitung zwischen Harsleben und Halberstadt mit Anschluss des Umspannwerks Halberstadt/Ost. Das Vorhaben ist ein wichtiger Baustein für den Ausbau der Energieinfrastruktur im Harz und Harzvorland.

Die Leitung ist Teil der ca. 60 km langen Stromtrasse „Harzring“. Die Maßnahme umfasst den Neubau von 21 Strommasten auf einer rund sieben Kilometer langen Trasse. Zudem wird ein bestehender Mast zurückgebaut und am gleichen Standort neu errichtet. Der Leitungsabschnitt verläuft von einem neu zu errichtenden Abzweigmast der bestehenden 110-kV-Leitung Hüttenrode–Halberstadt/Süd bis zum Umspannwerk Halberstadt/Ost. Betroffen sind Gebiete der Stadt Halberstadt sowie der Gemeinden Harsleben und Wegeleben in der Verbandsgemeinde Vorharz.

Mit dem Ausbau des Harzrings werden die Voraussetzungen geschaffen, mehr Strom aus erneuerbaren Energien in die regionalen und überregionalen Netze einzuspeisen. Insbesondere überschüssiger Windstrom aus der Region kann künftig besser aufgenommen und weitergeleitet werden. Gleichzeitig stärkt das Vorhaben die Energieversorgung von Unternehmen und Haushalten im Harzraum.

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die Anbindung des Industrie- und Gewerbeparks Ost in Halberstadt an das 110-kV-Netz. Aufgrund des steigenden Energiebedarfs mehrerer großer Unternehmen, darunter Daimler Truck, stoßen die vorhandenen Mittelspannungsleitungen zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen. Durch den Anschluss an das Hochspannungsnetz können künftig zusätzliche Leistungsbedarfe zuverlässig gedeckt werden. Auch die Versorgung der Stadt Schwanebeck wird künftig über das 110-kV-Netz sichergestellt.

Insgesamt trägt das Vorhaben dazu bei, bestehende Netzengpässe zu beseitigen, die Netzkapazitäten im Harz und Harzvorland zu erhöhen und die Versorgungs- und Netzsicherheit in der Region nachhaltig zu stärken.

Die Avacon AG Salzgitter hatte am 05.09.2025 den Antrag auf Planfeststellung beim Landesverwaltungsamt eingereicht. Nach Prüfung der Antragsunterlagen und Nachreichung von weiteren für die Öffentlichkeitsbeteiligung benötigten Dokumenten durch die Vorhabenträgerin wurde das Anhörungsverfahren am 22.09.2025 eingeleitet. Der Plan wurde in der Zeit vom 14.10.2025 bis einschließlich 13.11.2025 auf der Internetseite des Landesverwaltungsamtes zur allgemeinen Einsicht elektronisch veröffentlicht.

Mit Planfeststellungsbeschluss des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt vom 26.08.2026 wurde der Plan für das Vorhaben festgestellt. Das Verfahren konnte innerhalb von weniger als einem Jahr abgeschlossen werden. Der Planfeststellungsbeschluss ist nun bestandskräftig.