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Staßfurt

Karte 

(wichtiger Hinweis: die Karte dient Ihnen zur groben Orientierung, wo sich die einzelnen Stationen befinden, um sich aber richtig führen zu lassen, lesen Sie sich bitte von Station zu Station oder nutzen Sie zusätzlich ein Navigationsprogramm)

1- Salzförderung und Stadtmauer

Wir starten unseren Rundgang an einem Ort, der für die Geschichte Staßfurts prägend war. Die ersten Kalischächte der Welt wurden 1852 eröffnet. Die historischen Schachtanlagen „Manteuffel“ „von der Heydt“ in der Steinstraße sind heute nicht mehr zu sehen, nur die Eingänge erinnern noch an die Salzförderung, die die Stadt im 19. Jh. zu einer Industriestadt machte und bis 1972 die Geschichte der Stadt bestimmte. Einige Meter entfernt sehen wir die ersten Teile der alten Stadtmauer. Staßfurt wurde erstmals im Jahre 806 erwähnt.

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2- Steinstraße

Wir halten uns links und gehen zur Steinstraße, die uns durch die Altstadt Staßfurts führt. Erkerverzierte Häuserfronten und Häuser aus dem 16. Jh. (Foto Theatercafé) säumen die Straße. Das Theatercafé ist eines der ältesten Häuser der Stadt und in vielerlei Hinsicht geschichtsträchtig. Das Haus wurde 1570 erbaut und war Wohnstädte der adligen Pfännerfamilie von Werdensleben. Diese stellten mehrere Bürgermeister, ein Umstand, dem das Haus seinen Beinamen „Bürgermeisterhaus“ verdankt. Das zweigeschossige Haus mit hohem spitzgiebeligen Dach hat zur Straßenseite 17 kleine Fenster. Im ersten Stockwerk befindet sich ein größerer Saal, der heute als Tillysaal bekannt ist und über eine denkmalgeschützte Renaissancedecke (1601) verfügt. Im Tillysaal verhinderte der Bürgermeister von Werdensleben am 25. Mai 1631, kurz nach der brutalen Zerstörung Magdeburgs durch Tillys und Pappenheims Truppen (20. Mai - 23. Mai 1631), dass auch seine Stadt ‚magdeburgisiert’ wurde. Bei einem üppigen Mahl überredete ihn der Bürgermeister, dass Staßfurt vor einer Vernichtung durch Tilly verschont blieb.

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3- "Adlerapotheke"

Die Steinstraße macht einen Knick nach rechts, dort, wegen ihrer bedrohlich zur Straßenseite geneigten Giebelfront nicht zu übersehen, befindet sich die Adlerapotheke. Das Gebäude ist eines der historisch bedeutsamsten in Staßfurt. Es wurde schon im 15. Jh. erbaut, sein Fachwerkgiebel im Norden ist um 1680 entstanden und ist mit 108 Fachwerkfeldern versehen. Seit dem 16. Jh. nutzte man das Gebäude als Apotheke und erst 1991 verließ die letzte Apotheke das Haus.

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4- "Hackesches Haus"

Wir folgen dem Straßenverlauf und stoßen rechterhand auf das Hackesche Haus. Hans Friedrich Graf von Hacke, der Namensgeber der Berliner Hackeschen Höfe, wurde hier geboren. Das "Hackesche Haus" wurde 1737 im holländischen Barock erbaut. Das Haus mit übergiebeltem Mittelrisalit und abgewalmten Mansardendach besitzt eine schöne Portalrahmung mit Wappen derer von Hacke. Am 10. November 1749 wurde Hacke von Friedrich II. zum Stadtkommandanten Berlins ernannt. Neben zahlreichen militärischen Pflichten zählten nun auch Personalentscheidungen, die öffentliche Ordnung, der Holzhandel und die Pressezensur zu seinen Verantwortlichkeiten.
Für den Ausbau Berlins ließ Friedrich II. 1750 die Festungsanlagen und das Spandauer Tor abreißen. Auf dem davorliegenden Sumpfgebiet wurden unter Leitung Hackes neue Häuser und Straßen gebaut, nebenbei entstand ein geräumiger Marktplatz. Zum Zeichen seiner absoluten Zufriedenheit und als Anerkennung von Hackes Diensten befahl der König, diesen Platz fortan Hackescher Markt zu nennen.

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5- Stadtmauer

Links neben dem Haus gehen wir über einen kleinen Hof und befinden uns auf einem großen Platz, der von der alten Stadtmauer und den dazugehörigen Wachtürmen gesäumt wird. Das Areal war einst Teil des Benneckeschen Hofes, von welchem noch zwei Bauwerke erhalten sind, die wir uns später ansehen. Wir schlendern zunächst durch den Bogen der doppelwandigen Stadtmauer und biegen links in die Zille-Str., um an deren Ende auf die Gollnowstraße zu gelangen.

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6- Rondell

Dort sehen wir ein weiteres Element der alten Stadtmauer, das Rondell, eindrucksvoll in seiner Größe und seinem Erhaltungszustand. Es wurde bis zum 30-jährigen Krieg als Verteidigungsbau erhalten und gilt als eines der größten deutschlandweit.

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7- Direktorenvilla

Wir folgen der Gollnow-Straße und sehen linkerhand eine große Villa, die so genannte Direktorenvilla aus dem Jahre 1899, in welcher der Direktor der Neustaßfurter Salzwerke untergebracht war. Hinter der Villa biegen wir links in die Pestalozzistraße.

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8- Benneckescher Hof

Hier stoßen wir auf die beiden letzten erhaltenen Häuser des bereits erwähnten Benneckeschen Hofes. Das Haus mit der weißen Front wurde einst als Wohnhaus genutzt und diente von 1952 – 1983 als Poliklinik. Das ockerfarbene Gebäude ist ein zweigeschossiger Bruchsteinbau, in dem Mägde und Knechte untergebracht waren.

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9- Stadt- und Bergbaumuseum

Direkt gegenüber befindet sich das Stadt- und Bergbaumuseum der Stadt. Ein Besuch lohnt nicht nur wegen der spannenden und liebevoll hergerichteten Ausstellungsstücke, sondern auch wegen der außergewöhnlichen Holzgalerie aus dem Jahre 1630. Das Gebäude diente früher als Salzgrafenhaus der Grafen zu Dieskau. Am Ende der Pestalozzistraße stoßen wir wieder auf die Steinstraße und beenden hier den Rundgang.
Wer jetzt noch Lust auf weitere Sehenswürdigkeiten hat, kann beispielsweise einen Schnitzaltar bestaunen, welcher in der Kapelle des ehemaligen Hospitals, jetzt ein Altenpflegezentrum, steht. Das von einer Brüsseler Werkstatt zwischen 1470-80 gefertigte, in seiner Art einmalige sakrale Meisterwerk zeugt vom Wohlstand der Staßfurter Salzgrafen. 1899 wurde der Flügelaltar restauriert und in der neu erbauten Kapelle des Hospitals aufgestellt, nachdem die Johanniskirche einen größeren Altar bekam. Die geschnitzten Flügel sind noch vollständig erhalten, die Bildtafeln wurden bei der letzten Restaurierung 1991 wieder in ihr Originalaussehen versetzt. Werden die Flügel geöffnet, sieht man einen prunkvoll geschnitzten und vergoldeten Mittelschrein, der die Meisterschaft seines Schöpfers verrät. Die Besichtigung ist von Montag bis Freitag von 9:00 bis 15:00 Uhr oder ansonsten nach Vereinbarung möglich. Weiterführende Informationen gibt der "Förderverein Sankt Johannes Kapelle Staßfurt" (Tel. +49 3925/3712-0).

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In die Altstadtsanierung Staßfurts sind seit der Wende über 40 Millionen Euro an Fördermitteln geflossen. Diese haben aus unserer Sicht ihre positiven Spuren hinterlassen.

Wir hoffen, Sie teilen unsere Auffassung. Wir freuen uns auf Ihr Feedback unter pressestelle(at)lvwa.sachsen-anhalt.de

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