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Natura 2000

Die Europäische Vogelschutz-Richtlinie (VSchRL, 2009/147/EG) und die Fauna- Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie, 92/43/EWG) bilden die rechtlichen Grundlagen für das Schutzgebietsnetz NATURA 2000. In ihren Anhängen sind die natürlichen Lebensräume und die Tier- und Pflanzenarten aufgeführt, die europaweit geschützt werden sollen. EU-Richtlinien sind für die Mitgliedsstaaten hinsichtlich der zu erreichenden Ziele verbindlich. Nach Überführung der Richtlinien in nationales Recht bilden für Sachsen-Anhalt vornehmlich das Bundesnaturschutzgesetz und das Naturschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt die rechtlichen Grundlagen.

Ziel der Vogelschutz-Richtlinie ist es, sämtliche im Gebiet der EU-Staaten natürlicherweise vorkommenden Vogelarten einschließlich der Zugvogelarten in ihrem Bestand dauerhaft zu erhalten. Dazu dienen die Europäischen Vogelschutzgebiete (Special Protection Areas, SPA). Die FFH-Richtlinie hat zum Ziel, wildlebende Arten und deren Lebensräume zu schützen und die europaweite Vernetzung dieser Lebensräume zu sichern. Dafür werden Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete) eingerichtet. Sowohl Vogelschutz- als auch FFH-Gebiete werden als NATURA 2000-Gebiete bezeichnet. Die Vogelschutz- und FFH-Gebiete aller EU-Mitgliedstaaten bilden das europaweite Schutzgebietsnetz NATURA 2000.

In Sachsen-Anhalt gibt es aktuell 266 FFH-Gebiete und 32 Vogelschutzgebiete.

Die FFH-Gebiete in Sachsen-Anhalt nehmen eine Fläche von rund 180.000 ha ein. Die Fläche der Vogelschutzgebiete umfasst etwa 170.000 ha. FFH- und Vogelschutzgebiete können sich vollständig oder teilweise überlagern. In Sachsen-Anhalt nimmt die Gesamtheit der Natura 2000-Gebiete eine Fläche von ca. 232.000 ha ein, dies entspricht 11,3 % der Landesfläche.

Rechtliche Sicherung der Natura 2000 Gebiete

Die rechtliche Sicherung der Natura 2000 Gebiete ist in Deutschland auf unterschiedliche Weise erfolgt, wobei das Naturschutzgesetz des jeweiligen Bundeslandes maßgeblich war. In den vergangenen Jahren hat Sachsen-Anhalt schon mehrere NATURA 2000-Gebiete durch Schutzgebietsverordnungen oder vertragliche Vereinbarungen gesichert. Mit der Veröffentlichung der Natura 2000-Landesverordnung und der Verordnung zum Naturschutzgebiet „Mittelelbe zwischen Mulde und Saale“ im Amtsblatt des Landesverwaltungsamtes vom 20.12.2018 ist die rechtliche Sicherung der Natura 2000-Gebiete in Sachsen-Anhalt vollständig erfolgt.

Website für Natura 2000

Haben Sie schon einmal von der Sumpfohreule gehört? Wussten Sie, dass der Eremit in Sachsen-Anhalt stark gefährdet ist und deswegen unter Schutz steht. Dass das längste Schutzgebiet im Land eine Ausdehnung von stolzen 670 Kilometern aufweist?

Alle Interessierten finden umfangreiche Informationen zum  Europäischen Naturschutzprojekt „Natura 2000“ in Sachsen-Anhalt auf der Natura 2000-Webseite.

Ansprechpartner

Herr Torsten Pietsch
Dessauer Str. 70
06118 Halle (Saale)
Telefon: +49 345 514 2143
E-Mail

Herr Johannes Dorendorf (FFH-Verträglichkeitsprüfung)
Dessauer Str. 70
06118 Halle (Saale)
Telefon: +49 345 514 2620
E-Mail

 

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