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Mehr als nur kalt und nass: Der Weltwassertag am 22. März

Mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche sind durch Wasser bedeckt. Damit bietet dieses wertvolle Gut nicht nur Lebensraum, sondern ist grundsätzlich auch die Grundlage für das gesamte Leben auf der Erde. Der Weltwassertag am 22. März rückt diese herausragende Rolle des Wassers in den Mittelpunkt.

Das Landesverwaltungsamt - auch Aufsichtsbehörde für die Landkreise und kreisfreien Städte - trägt seinen Anteil als als Zuwendungsgeber für Projekte zur Gewässerentwicklung und für Hochwasserschutzmaßnahmen dazu bei. Es bewilligte innerhalb des Förderzeitraums von 2016 bis heute insgesamt 44,5 Millionen Euro für insgesamt 143 wasserwirtschaftliche Vorhaben.

Landkreise und kreisfreie Städte

  • Altmarkkreis-Salzwedel

Im Landkreis Altmarkkreis-Salzwedel ist das Vorhaben „Fischaufstieg / Stau Ohre Jahrstedt“ des Unterhaltungsverbandes Obere Ohre hervorzuheben, welches 2022 baulich umgesetzt und im Mai 2023 offiziell eingeweiht wurde. Gegenstand dieser Maßnahme war der Rückbau einer alten, durch ein Hochwasser zerstörten Stauanlage und die Errichtung einer neuen Stauanlage, die zeitgleich ökologisch durchgängig ist und somit wesentlich positiven Einfluss auf die Gewässerzustandsbewertung gemäß Wasserrahmenrichtlinie ausübt. Besonders ist das Vorhaben dahingehend, weil durch den Stau ein steuerbare Wasserzufuhr zum Biosphärenreservat Drömling gewährleistet wird. Für das Vorhaben wurden 978.000 Euro investiert. Insgesamt profitierte der Landkreis Altmarkkreis Salzwedel mit einer Gesamtförderung in Höhe von 2,7 Millionen Euro für zehn Wasservorhaben durch das Landesverwaltungsamt seit 2016. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und werden durch das Land Sachsen-Anhalt kofinanziert.

  • Anhalt-Bitterfeld

Innerhalb der Landkreisgrenzen ist das Vorhaben „Konzept zur Minimierung von Schadstoffeinträgen in die Mulde“ der Landesanstalt für Altlastenfreistellung des Landes Sachsen-Anhalt zu erwähnen. Beeinflusst durch die ehemaligen Chemiestandorte Bitterfeld und Dessau lagerten sich über Jahre hinweg diverse Schadstoffe in der Muldeaue ab, u.a. große Mengen Abfallprodukte aus der Lindanproduktion. Diese Ablagerungen können z.B. durch Hochwassersituationen mobilisiert und so wieder in das Gewässer eingetragen werden. Ziel dieser Maßnahme ist die Erarbeitung eines schadstoffbezogenen Nutzungs- und Sanierungskonzeptes, mit dem die Schadstoffeinträge aus der Muldeaue signifikant vermindert werden sollen. Hier bewilligte das Landesverwaltungsamt 471.000 Euro. Insgesamt profitierte der Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit einer Gesamtförderung in Höhe von 611.000 Euro für fünf Wasservorhaben durch das Landesverwaltungsamt seit 2016. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und werden durch das Land Sachsen-Anhalt kofinanziert.

  • Börde

Im Landkreis Börde sind gleich drei Vorhaben erwähnenswert. Bei den Vorhaben der Unterhaltungsverbände Großer Graben und Untere Bode konnten gleich an zwei Gewässern zweiter Ordnung großflächig Maßnahmen umgesetzt werden. Der Fokus lag auf der Schaffung der ökologischen Durchgängigkeit. Aber auch einige Initialmaßnahmen zur natürlichen Gewässerentwicklungen und Schaffung von Gewässerentwicklungsräumen finden sich in der Maßnahmenliste wieder. Im Landkreis Börde wird unter anderem auch das Vorhaben „Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit an der Stauanlage Morsleben“ duch den Landesbetrieb für Hochwasserschutz Sachsen-Anhalt umgesetzt. Zur Erreichung der ökologischen Durchgängigkeit und Überwindung zweier Sohlabstürze wird die Aller „verschwenkt“ und so stellenweise in ihre ursprüngliche Tallage zurückverlegt.  Hier bewilligte das Landesverwaltungsamt 1,9 Millionen Euro. Insgesamt profitierte der Landkreis Börde mit einer Gesamtförderung in Höhe von 7,4 Millionen Euro für 16 Wasservorhaben durch das Landesverwaltungsamt seit 2016. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und werden durch das Land Sachsen-Anhalt kofinanziert.

  • Burgenlandkreis

Ein nennenswertes Projekt aus dem Burgenlandkreis beschäftigte sich mit der Renaturierung der Nautschke.  Unter der Federführung des Unterhaltungsverbands Mittlere Saale – Weiße Elster wurden Durchlässe umgebaut, die befestigte Sohle zurückgebaut und Strukturelementen in das Gewässer eingebracht, die den morphologischen Zustand des Gewässers verbessern und die ökologische Durchgängigkeit herstellen sollen. Der Unterhaltungsverband erhielt eine Förderung in Höhe  von 892.000 Euro. Insgesamt profitierte der Burgenlandkreis mit einer Gesamtförderung in Höhe von 7,2 Millionen Euro für neun Wasservorhaben durch das Landesverwaltungsamt seit 2016. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und werden durch das Land Sachsen-Anhalt kofinanziert.

  • Dessau

In den Gebietsgrenzen der Stadt Dessau mündet die Rossel in die Elbe. Bei der Rossel handelt es sich um ein Gewässer erster Ordnung und zeitgleich um ein Vorranggewässer, welches bereits in der alten Förderperiode (2007 - 2014) im Fokus der Bemühungen stand. Seit 2011 wurden Maßnahmen zur Renaturierung der Rossel geplant und baulich umgesetzt. So unter anderem der Bau eines Raugerinne-Beckenpasses an der Buchholzmühle, beantragt und umgesetzt durch den Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW). Durch diese naturnahe Variante einer Fischaufstiegsanlage konnte die ökologische Durchgängigkeit an diesem Wehrstandort erreicht werden. Das Vorhaben wurde 2018/2019 baulich umgesetzt. Für die Umsetzung erhielt der LHW Fördermittel in Höhe von 309.000 Euro durch das Landesverwaltungsamt. Insgesamt profitierte die Stadt Dessau-Roßlau mit einer Gesamtförderung in Höhe von 1,4 Millionen Euro für vier Wasservorhaben durch das Landesverwaltungsamt seit 2016. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und werden durch das Land Sachsen-Anhalt kofinanziert.

  • Halle (Saale)

Das Wehr Ammendorf innerhalb der Stadtgrenzen von Halle stellt eine ökologische Barriere dar. Im Rahmen des Vorhabens „Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit am Wehr Ammendorf in der Weißen Elster“ des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) soll untersucht werden, wie die ökologische Durchgängigkeit erreicht werden kann. . Das Vorhaben wird  aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gefördert und durch das Land Sachsen-Anhalt kofinanziert. Der LHW bekam eine Fördersumme in Höhe von 89.000 Euro durch das Landesverwaltungsamt zugewiesen.

  • Harz

Das bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie nicht nur das Gewässer profitiert, zeigt sich am Beispiel des Vorhabens vom Unterhaltungsverband Ilse/Holtemme. Der Goldbach, welcher durch die Ortschaft Harsleben fließt passiert im Bereich des Hundeplatzes einen Kastendurchlass. Dieser stellt aufgrund seiner befestigten Sohle eine ökologische Barriere für Wasserlebewesen dar. Zeitgleich wirkt dieser Durchlass als Nadelöhr bei Hochwasser, da er das Gewässer verengt.    Mit der Neugestaltung des Durchlasses werden zum einen die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie verfolgt und zum anderen die hydraulischen Rahmenbedingungen deutlich verbessert und somit Synergien zum Hochwasserschutz geschaffen. Das Landesverwaltungsamt bewilligte bisher 850.000 Euro für das Vorhaben, welches noch in diesem Jahr umgesetzt werden soll. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) stammen und durch das Land Sachsen-Anhalt kofinanziert werden. Insgesamt profitierte der Landkreis Harz mit einer Gesamtförderung in Höhe von 7,9 Millionen Euro für 22 Wasservorhaben durch das Landesverwaltungsamt seit 2016.

  • Jerichower Land

Im Jerichower Land wird mit dem Vorhaben des Unterhaltungsverbandes Ehle/Ihle das Ziel verfolgt, die ökologische Durchgängigkeit eines ehemaligen Mühlenstandortes in der Ortslage Möckern wiederherzustellen. Das Vorhaben umfasst drei Teilmaßnahmen, die Erneuerung eines Durchlasses im Mündungsbereich Alte/ Neue Ehle, die Schaffung eines „neuen“ durchgängigen Gewässerabschnitts im Bereich des Schlossparks sowie die Errichtung eines Umgehungsgerinnes um den ehemaligen Mühlenstandort. Zusätzlich wird mit der Entschlammung und Wiederherstellung des Parkgewässersystems ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung und Verbesserung des Gebietswasserhaushalts geleistet und die Habitatqualität für aquatische und semiaquatische Lebewesen verbessert. Die Mehrheit dieser Teilmaßnahmen konnten in der aktuellen Förderperiode umgesetzt werden. Der Unterhaltungsverband erhielt  durch das Landesverwaltungsamt 1,3 Millionen Euro Fördermittel, die aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) stammen und durch das Land Sachsen-Anhalt kofinanziert werden. Insgesamt profitierte der Landkreis Jerichower Land von einer Gesamtförderung in Höhe von 4,6 Millionen Euro für 19 Wasservorhaben seit 2016.

  • Mansfeld-Südharz

In der aktuellen Förderperiode wurden im Landkreis Mansfeld-Südharz die meisten Vorhaben geplant und umgesetzt. Insbesondere die Thyra als Gewässer erster Ordnung hat eine hohe Aufmerksamkeit erhalten. Aktuell wird am Umbau einer alten, nicht mehr funktionstüchtigen Fischaufstiegsanlage in Berga gearbeitet. Mit Fertigstellung im ersten Halbjahr 2024 ist man den Zielen der Wasserrahmenrichtlinie wieder ein Stück nähergekommen. Für das Vorhaben erhielt der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW)Fördermittel in Höhe von 878.000 Euro durch das Landesverwaltungsamt. Insgesamt profitierte der Landkreis Mansfeld-Südharz seit 2016 von  Fördermitteln zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Höhe von insgesamt 6,4 Millionen Euro für  23 Vorhaben. . Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und werden durch das Land Sachsen-Anhalt kofinanziert. Das Landesverwaltungsamt ist für die Verteilung der Fördermittel zuständig.  

  • Saalekreis

Im Saalekreis konnten 2023 die Baumaßnahme „Rückbau von zwei Sohlabstürzen an der Alten Saale“ südlich von Trebnitz weitestgehend abgeschlossen werden. Ziel dieser Maßnahme ist die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit in der Alten Saale zwischen der Ausleitung des Mittelkanals und der Mündung in die Luppe südlich der Ortslage Trebnitz. Mit dem Vorhaben hat man einen wichtigen Grundstein gelegt, dennoch fehlt der Umbau eines Siels, um die vollständige Durchgängigkeit zu erreichen. Hier investierte die EU und das Land Sachsen-Anhalt  rund eine Million Euro. Dabei nimmt das Landesverwaltungsamt als Bewilligungsbehörde eine wesentliche Rolle in der Verteilung und Bewirtschaftung der Fördermittel ein.  Insgesamt wurden seit 2016 vier wasserwirtschaftlicheVorhaben im Saalekreis mit einer Gesamtförderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro durch das Landesverwaltungsamtgefördert. 

  • Wittenberg

Im Landkreis Wittenberg beschäftigt sich die Studie „Untersuchung Wasserdargebot vom Kemberger Flieth einschließlich Einzugsgebiet“ des Unterhaltungsverbandes Fläming-Elbaue mit den hydraulischen Defiziten im betreffenden Einzugsgebiet sowie Möglichkeiten zur Verbesserung des Gebietswasserhaushaltes. Dabei werden die ökologischen Belange der naturnahen Gewässerentwicklung berücksichtigt. Die Idee dieser Studie entstand aus der vorzeitigen Beendigung einer anderen Maßnahme des Unterhaltungsverbands, die aufgrund fehlenden Wasserdargebotes nicht umgesetzt werden konnte. Für das Vorhaben bewilligte das Landesverwaltungsamt Fördermittel in Höhe von 342.000 Euro. Insgesamt profitierte der Landkreis Wittenberg mit einer Gesamtförderung in Höhe von 4,7 Millionen Euro für 9 Wasservorhaben seit 2016. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und werden durch das Land Sachsen-Anhalt kofinanziert.

  • Stendal

Im Landkreis Stendal wurde das Vorhaben „Lüderitzer Tanger - Umbau von Wehranlagen und naturnahe Gewässergestaltung“ durch den Unterhaltungsverband Tanger in den Jahren 2021 und 2022 baulich umgesetzt.  Ein Aspekt dieses Vorhabens beschäftigte sich mit der Schaffung der ökologischen Durchgängigkeit, wofür zwei Wehre mit Umgehungsgerinne ausgestattet und drei durch Sohlgleiten ersetzt wurden. Zusätzlich wurden zur Verbesserung der Gewässermorphologie Strukturelemente in das Gewässer eingebaut und Pflanzungen vorgenommen, die zum Beispiel durch Beschattung einen wichtigen Beitrag zur Wasserqualität leisten. Aber auch der natürliche Wasserrückhalt in Dürrejahren konnte so verbessert werden. Das Vorhaben ist aufgrund der Länge des bearbeiteten Gewässerabschnittes (ca. 10 Kilometer) sowie der Fülle an Teilmaßnahmen bedeutsam. Der UHV erhielt durch das Landesverwaltungsamt Fördermittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und werden durch das Land Sachsen-Anhalt kofinanziert. Insgesamt profitierte der Landkreis Stendal mit einer Gesamtförderung in Höhe von 2,2 Millionen Euro für 14 Wasservorhaben durch das Landesverwaltungsamt seit 2016.