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Allgemeine Informationen zum Infektionsschutzgesetz

Ziel des Infektionsschutzgesetzes ist es, übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern. Das Gesetz regelt die Zusammenarbeit von Behörden und Einrichtungen und die Verantwortlichkeit von Trägern und Einrichtungsleitungen.

Empfehlungen zum Umgang mit dem Coronovirus (SARS-CoV-2) in (teil-)stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

Informationen zu Präventionsmaßnahmen und zum Umgang mit Verdacht auf Infektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) in betriebserlaubnispflichtigen Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung, Eingliederungshilfe sowie in Internaten und Tagesgruppen finden Sie hier.

Ergänzung zu den Handlungsempfehlungen in Bezug auf den Coronavirus (SARS-CoV-2) im Umgang mit Heimfahrten und Besuchsregelungen finden Sie hier.

Die Empfehlungen zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes finden Sie hier. 

Pflichten von Kindertagesstätten und Tagespflegestellen

Gemäß §§ 35 und 36 IfSG sind Gemeinschaftseinrichtungen verpflichtet, beschäftigte Personen regelmäßig aktenkundig zu belehren und innerbetriebliche Hygienepläne zu erstellen.

Den Musterhygieneplan für Sachsen-Anhalt finden Sie hier.

Verantwortung für Einhaltung IfSG liegt bei der Einrichtungsleitung (Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Einrichtungsträger). Bei Kindertagespflegestellen sind die Tagespflegepersonen verantwortlich.

Handeln im Verdachtsfall:

Definition lt. Robert-Koch-Institut (RKI)

Ein Verdachtsfall liegt vor, bei

  • Personen mit akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere oder unspezifischen Allgemeinsymptomen UND KONTAKT mit einem bestätigten Fall von COVID-19
  • Auftreten von zwei oder mehr Lungenentzündungen (Pneumonien) in einer medizinischen Einrichtung, einem Pflege- oder Altenheim, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird, auch ohne Vorliegen eines Erregernachweises.
    (respiratorische Symptome sind z.B. Husten oder Atemnot

Auch Verdachtsfälle sind aufgrund der Verordnung über die Ausdehnung der Meldepflicht nach § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und § 7 Absatz 1 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes auf Infektionen mit dem erstmals im Dezember 2019 in Wuhan/ Volksrepublik China aufgetretenen neuartigen Coronavirus ("2019-nCoV") meldepflichtig – Eine Meldeverpflichtung ergibt sich ggf.  nach § 8 Abs. 1 Nr. 7 IfSG.

Das Gesundheitsamt bewertet das Gesundheitsrisiko und veranlasst weitere Maßnahmen.

Auf den Seiten des RKI finden Sie alle Gesundheitämter, die Sie nach PLZ und Ort suchen können.

Zusätzlich ist auch die betriebserlaubniserteilende Behörde (Meldung eines besonderen Vorkommnisses) zu informieren.

Allgemeine vorbeugende Maßnahmen in Gemeinschaftseinrichtungen

  • regelmäßiges (alle 2 Stunden sowie anlassbezogenes) Händewaschen mit Seife für mindestens 20 Sekunden
  • konsequente Husten- und Niesetikette pflegen
  • auf Händeschütteln, Umarmungen verzichten
  • zu Erkrankten mindestens 2 Meter Abstand halten
  • regelmäßiges Lüften der Räume

Hinweise für Einrichtungsleitungen

  • über die aktuelle Entwicklung informieren
  • Mitarbeiter informieren und über Verhalten in Verdachtsfällen belehren
  • in Zweifelsfällen durch das zuständige Gesundheitsamt beraten lassen
  • günstig ist eine gute Dokumentation, wer wann zu welchen Gruppen Kontakt hat
  • Erstellen eines Planes für den nicht vorhersehbaren Ausfall von Personal. Die Erreichbarkeit und der kurzfristige Einsatz von Vertretungspersonal ist sicherzustellen.
  • KONSEQUENTE ANWENDUNG der Hygienemaßnahmen; auch Information an Eltern und Kinder!
    z.B. Aushänge mit Hygieneregeln

Hinweise für offene Einrichtungen und Angebote der Kinder- und Jugendhilfe

Auch in offenen Einrichtungen bzw. bei Maßnahmen der Kinder- und Jugendarbeit sollte bei Verdachtsfällen sofort das zuständige Gesundheitsamt informiert werden, welches dann über weitere Maßnahmen entscheidet. Zusätzlich ist das zuständige Jugendamt zu informieren.

Jugendämter in Sachsen-Anhalt

Die o.a. vorbeugenden Maßnahmen gelten analog.